Liedertafel            Schwabmünchen e.V.

 

 

 

  Chronik

 

                                                                     

Die Geschichte eines Vereins näher kennen zu lernen ist nicht nur ein Bedürfnis für seine Mitglieder, sondern sicher auch von Interesse für diejenigen, denen die Geschichte der engeren Heimat am Herzen liegt. Besonders interessant ist eine Vereinsgeschichte dann, wenn noch Aufzeichnungen vorhanden sind, in denen von der Gründung bis heute der Lebenslauf des Vereins festgehalten ist. Die Chronik der Liedertafel Schwabmünchen ist umfassend und reich an Dokumenten einer bewegten Zeitgeschichte. Wir laden Sie ein zu einem kurzen Streifzug.

 

Es waren unruhige Zeiten rund um das Gründungsjahr der Liedertafel. 1848 ist als "Revolutionsjahr" in die Geschichte eingegangen. Gegen die unter den Menschen herrschende Not, allgemeine Missstimmung und politsche Machtlosigkeit versuchten sie sich in den sogenannten "Märzvereinen" zu wehren- auch in Schwabmünchen - bis die Regierung in München gegen diese Märzvereine vor ging. Der Schwabmünchner Verein war der erste, der sich in einen sogenannten "unschuldigen" Bürgerverein verwandelte. Aber er brauchte eine Aufgabe, um existieren zu können und einen Status, der es den örtlichen Honoratioren erlaubte, bei Entscheidungen des Magistrats mitreden zu können. Von einem "unschuldigen" Verein war wenig zu spüren, trotzdem wollte man den Nimbus der Rebellen nicht auf sich ruhen lassen und suchte einen Deckmantel, den man in der Gründung eines neuen Vereins fand. Liebe zu Musik und Gesang waren damals also eher Mittel zum Zweck im Ursprung unseres Vereines.
 


  

11.10.1848

Der königliche Rentbeamte Stengel hat durch Umlaufschreiben mehrere als sangesfreudig und fortschrittlich bekannte Mitbürger zur Errichtung eins Gesangvereins in Schwabmünchen für Mittwoch, den 11. Oktober 1848, nachmittags 4.00 Uhr, in das Gasthaus  "Zur Post" (dem heutigen alten Rathaus) eingeladen. Über die Vereinsgründung, die Beratung der Statuten und über die Wahl des Vereinsausschusses wird ein Protokoll angefertigt, das von insgesamt 53 Gründungsmitgliedern  unterzeichnet  wird.
 


 

               

 22.11.1850

Erst zwei Jahre nach seiner Gründung  erhält der Verein zusammen mit neuen Statuten auch den  Namen "Liedertafel".

 

Aus der Vereinschronik ist zu entnehmen, dass der Liedertafel im Jahre 1850 von der Bürgerschaft ein schöner Zinnpokal zum Geschenk gemacht wurde. Der aus Zinnguss hergestellt Pokal ist 378 Millimeter hoch und hat einen Einsatz aus Messing. Das Gewicht des Pokals beträgt 2240 Gramm. Vollplastische Figuren und Spruchband sind in die Wandung eingearbeitet.


 


  
1859

"In bester Harmonie und brüderlicher Eintracht" - so der Chronist, konnte das 10-jährige Jubiläum gefeiert werden. Konrad Högg widmete der Liedertafel zu diesem Anlass den zweiten, heute noch gültigen Sängerspruch: "Herer Gesang, der mehret die Kraft woge zum Himmel, der Einigkeit schafft". Im Festjahr wurde für 77 Gulden eine Standarte beschafft. Diese Vereinsfahne ist heute noch, mit Ausnahme des ausgetauschten Fahnentuches, in allen Originalteilen vorhanden und ist damit die älteste im Dienst befindliche Vereinsfahne in Schwabmünchen.

 

   

 


 
1861

Der Verein kaufte sich den ersten Flügel. Das gebrauchte Instrument kostete 152 Gulden und 24 Kreuzer. Zur Tilgung der Kosten wurde der "Bierkreuzer" eingeführt, d.h. pro Maß war zu Gunsten der Kasse ein Kreuzer mehr zu bezahlen. Zum Verständnis für derartige Kosten: bis 1871 machten als Währung 60 Kreuzer den Wert eines Guldens aus, der Wochenlohn eines Webers betrug 3 1/2 Gulden, ein Pfund Brot kostete bespielsweise 4 1/2 Kreuzer, ein Pfund Butter 44 Kreuzer.
 


 
1866

Im Frühjahr ließ sich die Sängerrunde der Liedertafel fotografieren. Das Foto befindet sich heute im Museum der Stadt Schwabmünchen.

 

 

 

 

 

...so wurde damals gesungen

 

 

 


 
1889 - 1899

In diesem Zeitabschnitt gab es im Vereinsleben Theatervorführungen und Schlittenpartien ebenso wie "schwere Stürme und kritische Zeiten erster bis dritter Ordung", wie der Chronist sie einstuft, aber auch immer wieder Teilnahmen an Sängerbundesfesten, z. B. in Wien. Zum Bezug des neuen Vereinslokals "Stiegelbräu" stiftete 1892 der damlige Vorstand Eugen Lechner einen neuen Regulator, "damit die Sänger fernehin nie mehr in Zweifel kommen können, um welche Zeit sie sich zu des Bürgers erster Pflicht anzuschicken haben". Verständlich wird diese Spende, weil die Chronik schon 1854 darüber berichtet, dass 17 Mitglieder wegen Übertretung der Polizeistunde Strafe und 17 Kreuzer Anzeigengebühr bezahlen mussten, was der gestrenge Bürgermeister Eder zu verfügen geruhte.

 

 

   

Tanzkarte vom Juni 1899

 

das waren noch Tänze...

 


 
1921

Nach dem Krieg beginnt wieder eine rege Vereinstätigkeit, wenn auch anfangs überwiegend nur gesellschaftlicher Art. Ein Frühjahrskonzert am 24. April 1921 gewinnt durch die Mitwirkung von Augsburger Gästen eine besondere Note. Zum einen bietet das Augsburger Klavierquintett Hocholz erstklassige Salonmusik, zum anderen spielt ein junger Klavierkünstler aus Augsburg, der während der Mobilmachung als Artillerist mehrere Wochen in Schwabmünchen verbrachte. Es ist kein geringerer als Otto Jochum, der spätere Professor und Leiter des Augsburger Konservatoriums und der wohl profilierteste Chorkomponist Schwabens. Dem Gedenken dieses großen Mannes wurde 1976 vom Schwäbisch-Bayerischen Sängerbundes die "Otto-Jochum-Medaille" als besondere Auszeichnung geschaffen.
 


 

Anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums wurde der Liedertafel von den Sängerfrauen ein vergoldeter Lorbeerkranz gewidmet. Der Kranz ist 300 x 250 Millimeter groß und wiegt 280 Gramm. Er ist aus massivem Messing und wurde vergoldet. Auf dem Schriftband ist folgende Gravur angebracht: "Gewidmet v.d. Frauen der Liedertafel Schwabmünchen

               

   
 


 


 
24. - 26.05.1924

Mit einem Festabend am Samstag, einem Kirchenzug, Gedenkgottesdienst und einem Festkonzert am Sonntag, sowie einer Familienfeier mit Tanz am darauf folgenden Montag wurde das 75-jährige Gründungsfest gefeiert. Zahlreiche Ehrengäste, darunter der Vorsitzende des Schwäbisch-Bayerischen Sängerbundes, Studienrat Hans Nagel, die Vorstandschaften befreundeter Chorgemeinschaften und örtlicher Vereine, feierten mit dem Jubelverein. Über dieses einmalige Ereignis berichtet das "Schwabmünchner Tagblatt" - zur damaligen Zeit auch noch Volkszeitung für Mittelschwaben, Amtsblatt für den Gemeinderat und für das Finanzamt und Amtsgericht Augsburg, auf der Titelseite.
 


 
1925 - 1935

In Schwabmünchen trat unterdessen immer stärker ein zweiter Gesangverein in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Liedertafel sah den zunehmenden musikalischen Erfolg der dem Turnverein angeschlossenen "Sängerriege" mit gemischten Gefühlen. Ihr Dirigent war Hauptlehrer Georg Pfandzelter, Vorstand Emil Zettler. Mit der Wahl Georg Pfandzelters zum 2. Direktor der Liedertafel im Oktober 1925 schien das Ende der für die Liedertafel unbequem gewordenen Konkurrenz gekommen zu sein. Die Sängerriege blieb aber nicht nur weiter bestehen, sondern man beschloss 1930 (beim 10-jährigen Gründungsfest)  die Loslösung vom Turnverein und die Umbenennung in  "Liederkranz".

Mit der Machtübernahme durch die NSDAP traten auch im Vereinsleben Neuerungen ein und brachten Richtlinien für die Gaue und Vereine. In Schwabmünchen sollte demnach nur noch ein Gesangverein zugelassen sein. Die Verhandlungen der beiden Vereine zog sich über weitere Jahre hin, bis endlich am 03.06.1935 eine Ausschußsitzung zur Zusammenlegung beider Vereine einberufen werden konnte. Als Ergebnis wurde erreicht, dass Bürgermeister Stuhler die Vereinsführung eines gemeinsamen Gesangvereins unter der Bedingung annimmt, dass im Ausschuss des neuen Vereines keines der bisherigen Mitglieder der Vorstandschaft vertreten ist.

Nach der Durchführung der für beide Vereine bedeutsamen Mitgliederversammlung erfolgte am 31. Oktober 1935 ihre Zusammenlegung, wobei der Vereinsname "Liedertafel" bestehen blieb. Nach diesem Zusammenschluss führte Bürgemeister Martin Stuhler die Liedertafel. 1.Chormeister war Lehrer Hans Lang aus Schwabegg, 2. Chorregent war Martin Gogel.
 


 
1939 - 1945

Der August brachte die Mobilmachung. Die Vorbereitungen für das 90-jährige Vereinsjubiläum mussten abgebrochen werden, da viele Sänger eingezogen wurden. Während des 2. Weltkrieges beschränkte sich die muskalische Arbeit überwiegend auf die Mitwirkung bei Trauerfeierlichkeiten. Konzerte fanden während der Kriegsjahre nicht statt. Im April 1945 marschierten amerikanische Truppen in Schwabmünchen ein. Die Versammlungsfreiheit wurde aufgehoben und damit auch der Liedertafel die Möglichkeit genommen, Chorproben und öffentliche Aufführungen abzuhalten.
 


 
1947

Josef Mayer, bekannt durch seinen Beruf als "Flurschütz", ergriff die Initiative, damit sich einige Sänger und Orchestermitglieder am 15. Mai 1947 zu einer "Aussprache bezüglich der Wiederbelebung des deutschen Volksliedes und der Liedertafel" treffen konnten. Mit Zustimmung des Landrates und der Militärregierung konnte am 8. April 1947 eine außerordentliche Generalversammlung abgehalten werden. Der von den anwesenden 36 Sängern intern bestellte Vorstand Theodor Würstle musste den Verein formell auflösen und neu gründen. Dies geschah durch die Versammlung jedoch nur unter der Bedingung, dass die Neugründung wieder mit dem Namen "Liedertafel Schwabmünchen gegr. 1848" erfolgt.

Vereins- und Probenlokal wurde wieder der Gasthof Deutschenbaur, der Donnerstagabend erneut als Probenabend bestimmt. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es bereits 1859 sowohl einen Proben-, als auch einen Gesellschaftsabend gab, wobei an beiden Abenden das Kartenspiel strengstens untersagt war.
 


 
1949 - 1950

Das 100-jährige Bestehen der Liedertafel wurde in größerem Rahmen am 14. und 15. Mai 1949 begangen. 110 Sängerinnern (!) und Sänger gaben unter der bewährten Stabführung von Rektor Pfandzelter zwei Festkonzerte. Auch das Liedertafel-Orchester, geleitet von  Kaspar  Scherle  wirkte mit.

 "Frühjahrskonzert der Liedertafel Schwabmünchen-Gesang und Orchester auf dem Höhepunkt", so schrieb Ulrich Wagner (selbst aktiver Sänger) am 30. April 1950 in der "Schwabmünchner Zeitung". Zur Aufführung kamen die Teile "Der Frühling" und "Der Herbst" aus dem Oratorium "Die vier Jahreszeiten" von Josef Haydn. 80 Sängerinnen und Sänger nahmen unter Leitung des Chormeisters Georg Pfandzelter teil. Zu den Solopartien konnten Schülerinnen und Schüler des Leopold-Mozart-Konservatoriums Augsburg gewonnen werden. Außerdem kam die Symphonie in C-Dur von Mozart durch das von Hauptlehrer Kahlig geleitete und 32 Personen starke Liedertafel-Orchester zur Aufführung. Die Liedertafel brachte wiederum einen musikalischen Höhepunkt im kulturellen Leben der damaligen Marktgemeinde dar.
 


 

13. Januar 1952

In der Mitgliederversammlung wurde bereits eine Mitwirkung bei der Tausendjahrfeier der Marktgem. (1953) sowie eine Teilnahme am Chorfest des Schwäbisch-Bayerischen Sängerbundes in Kempten und dem Sängertreffen in Langenneufnach (25jähriges Gründungsfest) beschlossen. 

"Festakt auf der Sinkelburg" war das Motto des Liedertafelballes am 14. Februar 1953. Er stand im Zeichen der Stadterhebung. Als Prinzenpaar stürmisch begrüßt, der Prinz (Lehrer Schuster) und Prinzessin Irmgard I. (Frl. Irmgard Zettler). Bis zum fühen Morgen spielte die Kapelle Poland.

Anzumerken ist, dass die Liedertafelbälle lange Tradition haben und immer eine besondere Attraktion waren. Sie standen jeweils unter einem besonderen Motto, wurden mit gelungenen Einlagen individ. bereichert und gaben Gelegenheit, die Töchter in die Gesellschaft einzuführen.

Zu Beginn der Festlichkeiten anlässlich der 1000-Jahr-Feier im Juli 1953 fand ein großes Sängertreffen statt, an dem 17 Chorgemeinschaften mit über 600 Sängern teilnahmen. Vormittags war eine Hauptprobe im Festzelt, nachmittags ein Festumzug und vor einer Tribüne am alten Rathaus ein Massenchor. Dirigent war Prof. Dr. Wilhelm Gößler, städt. Kapellmeister und Ehrenchormeister des Schwäbisch-Bayerischen Sängerbundes, aus Augsburg.

Im Festzelt erklangen anschließend die Einzelchorvorträge. Aus Schwabmünchen sangen der Kirchenchor mit Naturfreundechor und Streich-Orchesterbegleitung unter Chorregent Heinrich Rappel die "Hymne" (Karl Lampart) und der Chor der Liedertafel unter Hauptlehrer Kahlig schloss mit dem Chorsatz "Wüchsen mir Flügel" (Weinzirl). Die anwesenden befreundeten Chorgemeinschaften haben eine beachtliche Stufe der Gesangspflege dargeboten. Die übrigen Veranstaltungen der Festwoche wurden mit Liedern bereichert und selbstverständlich war auch die Teilnahme der Fahnenabordnung beim anschließenden Festumzug.

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17. Januar 1954

Chormeister Pfanzelter erklärte seinen Rücktritt und übergab in der Generalversammlung am 17.1.54 den Dirigentenstab an Chorregent Heinrich Rappl. Für wiederholte Tätigkeit als Dirigent der Liedertafel seit 1919 wurde Georg Pfanzelter zum Ehrenchormeister der Liedertafel ernannt. Der Wechsel am Dirigentenpult war für die vielen Sänger, die seit Jahrzehnten unter Pfandzelter gesungen hatten, ein bedeutungsvoller Einschnitt in ihr Sängerleben. Die Tatsache aber, dass Pfandzelter selbst zurücktritt, dass er selbst seinen Nachfolger empfiehlt und dass dieser Nachfolger auch vom allgemeinen Vertrauen der Sängerschaft getragen wird, nimmt dem Wechsel jedes unfrohe Gefühl. Dem verdienten Ehrenchormeister wurde der volle Respekt und hohe Achtung zuteil. Gegenstand einer längeren Aussprache war auch die Gründung eines gemischten Chores.

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23. Januar 1955

Ein Wechsel in der Vereinsführung brachte die lange Zeit vorher angestrebte Verjüngung der Vorstandschaft. Elmar Pfandzelter nahm in der 107. Generalversammlung nach wiederholter Ablehnung und reiflicher Überlegung unter stürmischem Beifall der Versammlung die Wahl zum Vereinsvorsitzenden der Liedertafel an. Emil Zettler (1.Vorsitzender) und Josef Mayer (2. Vorsitzender und Schriftführer) hatten gebeten, von ihrer Wiederwahl Abstand zu nehmen. Bereits in seinem ersten Jahresbericht über das Geschäftsjahr 1955 gibt Vorstand Elmar Pfandzelter, getragen von einem unbeirrbaren Idealismus seine Grundvorstellungen bekannt. Auf drei Grundpfeilern müsse ein wirksames Streben und Leben der Liedertafel gestellt werden; es sind die:

1. Begeisterung für Lied und Musik

2. Pflege edler und vollkommener Geselligkeit und Freundschaft

3. Pflege des Liedes als wichtiges deutsches Kulturgut.

 

Rückblickend betrachtet hat unser jetziger Ehrenvorsitzender Elmar Pfandzelter diese Programmvorgabe und Zielvorstellung über ein Vierteljahrhundert als Vorstand  der Liedertafel durch seine Leistungen und durch seine Persönlichkeit bestens erfüllt. In Anbetracht der schwierigen Situation zum Zeitpunkt der Übernahme der Vereinsführung zählen diese Jahre wohl mit zu den bedeutendsten der inzwischen 150jährigen Vereinsgeschichte.

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26. Mai 1957

 

 

Von Bundespräsident Prof. Dr. Theodor Heuss erhält Vorstand Elmar Pfandzelter in Köln als Anerkennung für 100 Jahre ernster und erfolgreicher Arbeit in der Pflege des Chorgesangs die "Zelter-Plakette" ausgehändigt.

Obwohl seit Übenahme der Vereinsführung durch Elmar Pfandzelter kräftig um Sängernachwuchs geworben wurde, zeigte sich zunächst trotz 190 persönlicher Anschreiben und aller Appelle kein Erfolg.

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21. Januar 1963

Nachdem sich Chorleiter Heinrich Rappl aus verschiedenen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl stellte, wurde Ludwig Fried zum 1. Chorleiter gewählt. Herr Rappl sagte jedoch weitere Unterstützung als stellvertretender Chorleiter zu.

Unter der neuen musikalischen Leitung nahmen die Aktivitäten des Chores wieder beständig zu. Erfreulicherweise konnten viele neue Sänger geworben und das Durchschnittsalter einer deutlichen "Verjüngungskur" unterzogen werden. Junge Männer, die an einer aktiven Mitarbeit im Chor interessiert sein könnten, wurden persönlich von Vorstand und Chorleiter angesprochen. Chorleiter Ludwig Fried, der beruflich als Kassier der Sparkasse tätig war, kam bei diesen Aktivitäten eine Schlüsselposition zu. Unermüdlich, charmant, aber auch hartnäckig arbeitete er zielstrebig an der personellen Erweiterung und Verjüngung des Chores. Schon in der Mitgliederversammlung 1964 kann Vorstand Elmar Pfandzelter von einem besonders erfolgreichen Geschäftsjahr berichten. 41 Chorproben wurden abgehalten und 17 öffentliche Auftritte durchgeführt. Mehrere junge Sänger haben ihren Beitritt zum Chor erklärt. Zum festen Programm der Liedertafel gehören neben den regelmäßig abgehaltenen Chorproben auch wieder Konzerte, insbesondere mit dem Doppelquartett "Frohsinn" Lechfeld und dem Fliegerhorstchor aus Kaufbeuren. Zu verdanken waren diese Gemeinschaftkonzerte insbesondere unserem verstorbenen Ehrenmitglied Willi Benkowitz, der Vorsitzender des Doppelquartetts Lechfeld und Mitglied der Vorstandschaft des Augsb. Sängerkreises war.

Beliebt und gut angenommen wurden auch die von Vorstand Pfandzelter eingerichteten regelmäßigen Aktivitäten, wie z. B.

Drei-König-Wanderung,

Schwarz-Weiß-Faschingsball mit individuellem Vorverkauf

Kappenabend am Gumperten Donnerstag,

Familienabend am Samstag vor dem 1. Advent

Regelmäßige Familienausflüge

Frei- oder Sozialsingen am "Tag des Liedes"

Weihnachtsliedersingen am Stephanstag.

 

Noch 1965 machte die erfreuliche Verstärkung des Chores einen Wechsel im Probelokal notwendig. Nach über 55 Jahren Probentätikeit im Hause Deutschenbaur erfolgte ein Umzug in die Kantine Holzhey (heute Eberle). Es gab in dieser Zeit dank der unermüdlichen Arbeit von Chorleiter Fried und Vorstand Pfandzelter weder Nachwuchssorgen noch Generationsprobleme, und alle jungen Sänger wurden auf`s herzlichste im Chor aufgenommen und in freundschaftlicher Verbundenheit integriert.

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April 1967

Im Rahmen eines Kreischor-Gemeinschaftssingens wurden zusammen mit dem Singkreis Kirchheim und dem Landsberger Männerchor Frühjahrssingen durchgeführt; abwechselnd in allen drei Orten. Über Jahre hinweg bleibt eine herzliche Verbindung zum Singkreis Kirchheim.

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25. und 26. Mai 1968

"Das Volkslied im Wandel der Jahrhunderte" war Thema des Frühjahrskonzertes aus Anlass des 120jährigen Vereinsjubiläums. Großen Anteil am Gelingen hatten Walli Steber aus Kirchheim (als Sopransolistin und Leiterin des Sängerkreises Kirchheim) sowie Wolfgang Wagner (Baritonsolist). Oberlehrer Kahlig, Erika Wenderoth und Wolfgang Wewior begleiteten die Liedvorträge am Flügel.

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17. Dezember 1969

Durch Vermittlung von Bürgermeister Adolf Lettenbauer und auf Einladung des Landtagspräsidenten Dr. Rudolf Hanauer wird der Liedertafel die hohe Ehre zuteil, die Vorweihnachtsfeier für die Mitglieder des Bayerischen Landtages, Senates und der Staatsregierung im Maximilianeum musikalisch auszugestalten. Mehr als ein Festtag und einmalig in der Vereinsgeschichte war dieses Ereignis. Nach den Rgensburger Domspatzen (1960), dem Knabenchor Amberg (1962) und dem Liederkranz Marktoberdorf (1965) entbot der Landtagspräsident dem Chor, den Solisten Helga Schuster-Auerbacher und Wolfgang Wagner sowie dem Kammerorchester Schwabmünchner Musikfreunde und Oberlehrer  Josef Kahlig seinen namentlichen Gruß, dankte für das wahrhaft festliche Programm und lud die Mitwirkenden nach Abschluss der Veranstaltung im Festsaal zum Abendessen ein. In dem sich anschließend inoffiziellen Teil des Abends erfreute der Chor die noch versammelten Minister, Abgeordneten und Senatoren mit spontan gesungenen Chorsätzen. Die Mitwirkenden haben sich mit diesem Ereignis selbst beschenkt und ihrer Heimatstadt als musikalische Botschafter alle Ehre gemacht.

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1973

Der bestens besuchte Liedertafelball am 10. Febr. 1973, auf dem die Sänger mit einer gelungenen Parodie auf die gute alte Zeit von 1848 gefallen konnten, wurde durch einen Telefonanruf  mit einer Bombendrohung jäh gestört. Der mit 300 Besuchern besetzte Ballsaal musste für eine halbe Stunde geräumt werden, ehe das Ballvergnügen fortgesetzt werden konnte.

In der Mitgliederversammlung am 11. März 1973 gaben die Vorstände Pfandzelter und Schneider Rückblick auf 125 Jahre Vereinsgeschichte der Liedertafel, die auch beim Festabend am 9. Nov. 1973 begeistert aufgenommen wurde. Auch diese Dokumentation ist heute noch wesentliche Grundlage und Analyse der Geschichte der Liedertafel.

Einen begeisterten Verlauf nahm der Festakt am Freitag, den 9.11.1973 im Pfarrzentrum. Vorstand Pfandzelter ging in der Veranstaltung für geladene Ehrengäste auf die traditionssreiche Vereinsgeschichte ein und stellte hierzu abschließend fest: "Eine Zeitspanne, die für uns nicht mehr beherrschbar ist, die aber die Liedertafel überlebte und dabei jung geblieben ist." Grußworte und Glückwünsche aus den Reihen der Ehrengäste überbrachten Dr. Walter Weidmann, seinerzeit Präsident des Deutschen Sängerbundes, sowie der Vorsitzenden des Kaufbeurer Sängerkeises (Ludwig Meggle) und des Augsburger Sängerkreises (Kurt Schnürch), zu dem die Chorgemeinschaft im Zuge der Gebietsreform seit 1.1.1974 gehörte. Beste Wünsche des Bayerischen Landtagspräsidenten Dr. Rudolf Hanauer und des Landrats Dr. Franz Xaver Frey überbrachte Bürgermeister MdL Adolf Lettenbauer und übergab als Jubiläumsgeschenk der Stadt einen Zinnteller und 55 Notenmappen mit dem Stadtwappen Schwabmünchens.

Im kleinen Sall des Pfarrzentrums fanden sich die Vorstandschaft mit den Ehrengästen noch zu einem Stehempfang zusammen. Dazu war von den Sängerfrauen unter Anleitung des Sangesfreundes und Chefkochs Richard Wagner ein kaltes Büfett arrangiert worden. In zwangloser Atmosphäre wurden viele freundschaftliche Kontakte gepflegt.

Am Samstag, den 10.11.1973 fand in der überfüllten Turnhalle das Festkonzert "Lieder aus aller Welt" statt. Das Orchester der Schwabmünchner Musikfreunde, Frau Schuster-Aurbacher, Herr Wolfgang Wagner, Herr Josef Kahlig am Flügel und der Männerchor der Liedertafel boten musikalische Leckerbissen und begeisterten damit die zahlreich erschienenen Konzertbesucher.

Mit großer Begeisterung wurde die von Vorstand Pfandzelter im Schaufenster des Textilhauses Weckmer eingerichete Ausstellung "125 Jahre Liedertafel", in der bedeutsame Exponate aus der traditionsreichen Vereinsgeschichte gezeigt werden konnten, aufgenommen.

Im Augsburger Sängerkreis tritt die Liedertafel erstmals bei den Augsburger Chortagen  in der Kongreßhalle mit der "Hymne an den Gesang" von Max Reger auf. Widerwillig verlaufen die intensiven Proben, doch nach der Aufführung breitet sich allgemeine Zufriedenheit aus.

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24. - 31. Januar 1975

Nach dem Vorbild der Mainzer Karnevalssitzungen finden in Schwabmünchen erstmals "Menkinger Narrenabende" statt. Die Liedertafel beteiligt sich mit einem Auftritt. Die Mitwirkung der Liedertafel in den Folgejahren wird zur festen Einrichtung. Mit individuellen Text- und Liedbeiträgen, verkleidet als Matrosen oder Zigeuner, ob im Bärenfell oder gar im Mönchsgewand, nimmt der Chor jeweils das örtliche Geschehen ins Visier.

Am 4. Adventssonntag 1976 wurde in der Frauenkirche erstmals die "Heilige Nacht" von Thoma aufgeführt. Als Sprecher konnte Herr Notar Dr. Friedrich von Daumiller gewonnen werden. Unter dem Hochaltar konnten die Lechfelder Stubenmusi und der Dreigesang Hermine Heinecker, Gisela Schneider und Margot Alt den hervorragenden Thoma-Interpreten musikalisch umrahmen.

In den Folgejahren wurden Adventssingen zusammen mit der Lechfelder Stubenmusi, dem Frauenchor Untermeitingen und der Flötengruppe Schwabmünchen durchgeführt, aber auch Weihnachtskonzerte mit Orchester und Solisten veranstaltet. Nicht selten wurde der Erlös aus diesen Veranstaltungen für soziale Zwecke gespendet.

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25. November 1978

In einem Festkonzert mit hohem Niveau bieten Chor, Orchester und Solisten zum 130jährigen Vereinsjubiläum gepflegte musikalische Darbietungen. Ein Höchstmaß an Abwechslung brachten die Leistungen des Orchesters (Leitung Heinrich Rappl), die Solisten Helga Schuster-Auerbacher, Margot Alt, Kurt Schnürch, Elmar Weißenbach (Klarinette),  Adolf Scherle (Posaune), die Bläsergruppe der Stadtkapelle und erstmals einheitlich im neuen "Schwäbischen Gwand" auftretende Männerchor unter der Gesamtleitung von Ludwig Fried.

 

 

28. Dezember 1978

Nachdem die Fa. Eberle allen Mietern gekündigt hatte, musste auch die Liedertafel ihr Probenlokal wechseln. In der  Gaststätte  "Zum Hasen"  konnte  ein  neues Vereinsheim  gefunden  und  dort  am 4. Januar 1979 mit den Chorproben begonnen werden. 

Anstelle eines Vereinsausfluges wurde erstmals am 21. Juli 1979 ein Familien-Grillfest am "Kraus-Weiher" veranstaltet, was zu einem vollen Erfolg wurde. Auch dieses Fest ist mittlerweile zum festen Bestandteil im Vereinsprogramm geworden. 

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14. Dezember 1979

Ein Markstein in der Geschichte der Liedertafel wurde die Abholung der restaurierten Vereinsstandarte, die auf das beste gelungen war. Für den Auftrag wurden am 30. Nov. 1979 insges. 3.387,77 DM berechnet. Am 13. Juli 1980 erhielt die restaurierte Fahne wieder von Stadtpfarrer Max Beißer den kirchlichen Segen.

Elmar Pfandzelter, der seit dem plötzlichen Tod von Bürgermeister Franz Stapfer die Amtsgeschäfte im Schwabmünchner Rathaus zu leiten hatte, wurde am 10. Febr. 1980 zum "Ersten Bürgermeister" gewählt. Der Chor brachte "seinem" Vorstand noch am Wahlabend ein Ständchen und die herzlichsten Glückwünsche dar.

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16. März 1980

Zur Mitgliederversammlung waren besonders viele Ehrengäste anwesend, da Vorsitzender Elmar Pfanzelter für 25 Jahre aktive Tätigkeit als 1. Vorsitzender geehrt wurde. Zunächst würdigte der stellvertretende Vorsitzende die besonderen Verdienste als Vorstand in den zurückliegenden Jahren und übergab als Geschenk eine ca. 200 Seiten umfassende Chronik über die letzten 25 Jahre des Vereins. Der Präsident des Schwäbisch-Bayerischen Sängerbundes, Dr. Schwiedel, überreichte Pfandzelter die "Goldene Ehrennadel für besondere Verdienste", die höchste und nur ganz selten verliehene Auszeichnung des Schwäbisch-Bayerischen  Sängerbundes.

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März 1981

Zweiter Vorstand Wolfgang Wewior würdigte die Verdienste, die sich Elmar Pfandzelter in seinen 26 Jahren in der Vereinsführung der Liedertafel erworben hatte. Auf einstimmigen Beschluss der Vorstandschaft wurde Pfandzelter in dankbarer Würdigung seiner außerordentlichen Verdienste während seines Wirkens als 1. Vorstand zum Ehrenvorsitzenden der Liedertafel ernannt. Eine Laudatio auf die großen Verdienste und die Übergabe der Ehrenurkunde waren äußere Zeichen der großen Wertschätzung.

Nach dem Ergebnis der sich anschließenden Neuwahlen wurden Alfred Reiner zum 1. Vorsitzenden und Wolfgang Wewior zum 2. Vorsitzenden des Vereins bestimmt.

 

 

23. Mai 1981

Zu einem besonders beeindruckenden und nachhaltig wirkenden Erlebnis wurde die aktive Teilnahme am Chorfest "Singende Insel Lindau" des Schwäbisch-Bayerischen Sängerbundes. Der Chor der Liedertafel konnte sich bestens darstellen und war mit dem Chorsatz "Wir wandern heut` ins Schwabenland sogar in der Rundfunksendung "Schwabenspiegel" zu hören.

 

   

Alfred Reiner ab 1981

1. Vorsitzender der 

Liedertafel Schwabmünchen

 

Unser Auftritt in Lindau

 

 

 

21. November 1981

Der Chor der  Liedertafel  beteiligte  sich  an  der  Cäcilienfeier des Kirchenchores und des Orchesters St. Michael. Rund 150 Mitwirkende boten unter der musikalischen Gesamtleitung von Chorregent Winfried Klein die beeindruckende Cäcilienmesse von Charles Gounod.

Am 27. November 1982 wird im Rahmen eines Familienabends die im Sommer 1982 von Tontechniker Reinhard Rolle in der Dreifachsporthalle der Leonhard-Wagner-Schule aufgenommene erste Liedertafel-Kassette vorgestellt, die zunächst nur in einer Erstauflage von 150 Stück produziert wurde.

 

 

 

Serenade vor der Geyerburg im Jahre 1982

 

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27. März 1983

Bei der Mitgliederversammlung erhält Ludwig Fried für 25 Jahre aktive Chorleitertätigkeit vom Bundeschorleiter Franz R. Miller Urkunde und silberne Ehrennadel des Deutschen Sängerbundes. Der Verein ehrt Ludwig Fried für 20 Jahre Erster Chorleiter der Liedertafel mit der Verleihung eines "goldenen Dirigentenstabes".

Auf die seit Jahren nicht mehr besetzte Stelle des 2. Chorleiters wird Gerhard Meier gewählt.

 

 

24. April 1983

Das 135. Vereinsjahr war Anlass für ein festliches Frühjahrskonzert, bei dem Kompositionen von Franz Schubert und W. A. Mozart zur Aufführung kamen. Ludwig Fried, seit 1963 musikalischer Leiter des Chores, sorgte als Gesamtverantwortlicher, wie so oft schon in seiner langen aktiven Chorleitertätigkeit, mit seinem Programm wieder einmal für einen Höhepunkt im kulturellen Leben der Singoldstadt. Mitwirkende neben dem Männerchor waren die Solisten Helga Schuster-Auerbacher und Wolfgang Wagner sowie das Kirchenorchester unter Leitung von Chorregent Winfried Klein. Am Flügel begleiteten Frau Erika Wenderoth und Sangesfreund Gerd Schöpf.

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21. Juni 1985

1.600 Sängerinnen und Sänger aus dem Augsb. Sängerkreis singen auf dem Rathausplatz beim Eröffnungsfestakt zur 2000-Jahr-Feier der Stadt Augsburg. Bei diesem Gemeinschaftschor ist auch die Liedertafel beteiligt. Ein beeindruckendes Erlebnis vor herrlicher Kulisse, das auch von Rundfunk und Fernsehen übertragen wurde.

In diesem Zusammenhang wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass die Liedertafel immer bereitwillig aktiv dabei war, wenn Sängerbund oder Sängerkreis zur Mitwirkung aufgerufen hatten. Über viele Jahre hinweg wurde aber auch das gute nachbarschaftliche Verhältnis und das freundschaftliche Singen mit umliegenden Chorgemeinschaften gepflegt. 

 

 

14. September 1985

Nach dem Besuch der Chorleiterlehrgänge A bis D erwirbt Gerhard Meier nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung das Chorleiterexamen. In der darauffolgenden Chorprobe wird der 2. Chorleiter herzlich beglückwünscht und sein Erfolg gefeiert.

In der Mitgliederversammlung am 9. Mai 1986 bittet Vorstand Reiner die Ehefrauen der Sänger auch weiterhin um aktive Beteiligung am Vereinsleben und formulliert dies wie folgt:

"Liebe ist, dem Ehemann das allwöchentliche Inserat in den Vereinsnachrichten in Erinnerung zu bringen, ihn rechtzeitig zum Aufbruch in die Chroprobe zu ermuntern und ihn auch nach einer späteren Heimkehr aus dem Vereinslokal noch erwartungsoll in die Arme zu schließen".

 

 

 

Aufnahme vor den Hexentürmchen vom April 1986

 

Die Schwabmünchner Liedertafel ist am 26. April 1986 Gastgeber für die IV. Vorentscheidung beim Wettbewerb um den Sieben-Schwaben-Preis der Augsburger Allgemeinen und des Allgäuer Zeitungverlages. 33 Chöre mit mehr als 1.000 Sängerinnen und Sängern treten an einem herrlichen Frühlingstag in der Dreifachsporthalle der Leonhard-Wagner-Schule auf. Auch die Liedertafel kann sich musikalisch und optisch mit 56 Sängern bestens darstellen und erhält als Veranstalter großes Lob und herzliche Anerkennung.

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25. Oktober 1986

Aus Anlass des 60sten Geburtstages von Bundeschorleiter Franz R. Miller veranstaltet die Liedertafel ihr Herbstkonzert. Der Liederabend war in seinem ersten Teil ausschließlich dem Komponisten Miller gewidmet. Nach der Pause wurden Lieder zu den Themen "Wald und Jagd" zu Gehör gebracht. Orchester und Chor brachten einen Liederabend mit zwei Gesichtern als Geburtstagsgeschenk in Noten zum Vortrag.

Am 20. August 1987 wird die Liedertafel von Bürgermeister Pfandzelter darüber informiert, dass die Familie Schuler bei Umbauarbeiten im Dachgeschoß verschiedene Bildtafeln und Exponate aus der Vereinsgeschichte entdeckt habe, die dem Verein überlassen werden. Nach Behandlung der Angelegenheit durch die Vorstandschaft einigte man sich darüber, die Exponate restaurieren zu lassen und diese anlässlich des 140sten Gründungsjubiläums auszustellen. In den Folgemonaten prägten äußerst intensive musikalische und organisatorische Vorbereitungen die Vereinsarbeit bis hin zum ...

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29. April 1988

Festabend aus Anlass des 140jährigen Vereinsjubiläums. Etwa 180 Ehrengäste sowie die Familienangehörigen der Mitwirkenden waren dazu in die Jahnhalle eingeladen, den das Kirchenorchester St. Michael unter Leitung von Chorregent Winfried Klein mit "Lucia Silla" (W. A. Mozart) feierlich eröffnete.

Der Ehrenvorsitzende der Liedertafel, Elmar Pfandzelter, zeigte in seinem hochinteressanten Festvortrag die gesellschaftspolitische Entwicklung der Liedertafel Schwabmünchen auf.

Einen Streifzug durch die Vereinsgeschichte brachten die Vereinsvorsitzenden Alfred Reiner und Wolfgang Wewior zu Gehör. Umrahmt von Musikvorträgen wurde der für die Liedertafel Schwabmünchen  seit über  25 Jahren aktiv tätige 1. Chorleiter Ludwig Fried für seine hervorragenden Verdienste in festlichem Rahmen geehrt. Er erhiel die höchste Auszeichnung des Schwäbisch-Bayerischen Sängerbundes, das "Johannes-Rösle-Ehrenzeichen in Gold" und als Anerkennung der Liedertafel eine individuell gestaltete, aus 14 Karat Gold hergestellte "goldene Ehrennadel".

Bei dem sich daran anschließenden Festbankett, das Sangesfreund Richard Wagner zusammen mit Sängerfrauen zauberte, hatten die Besucher in zwangloser Atmosphäre ausreichend Gelegenheit für herzliche Gespräche mit Festgästen und Freunden der Liedertafel.

 

 

30. April 1988

Wohl der überragende musikalische Höhepunkt im Jubiläumsjahr 1988 war das Festkonzert, mitgestaltet durch das Kirchenorchester (Leitung: Winfried Klein), die Gesangssolisten Frau Helga Schuster-Auerbacher (Sopran) und Herr Kurt Schnürch (Barition), Frau Erika Wenderoth (Flügel). Das nach intensiver Vorbereitung und Gesamtleitung von Ludwig Fried zusammengestellte Festprogramm brachte insbesondere Werke aus den Opern Carmen (Georges Bizet), Nabucco (Guiseppe Verdi) und Freischütz (Carl Maria von Weber) sowie Komponisten von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Robert Schumann, Richard Wagner und Johann Strauß zu Gehör.

 

 

16. Juli1988

Ein Liederabend unter dem Motto "Wir singen unsere beliebtesten Chorsätze", dessen Programm die aktiven Sänger selbst zusammengestellt hatten, war der zweite musikalische Höhepunkt im Festjahr. Chorsätze in schwäbischer Mundart, vom Wandern, vom Wein, über die Fahrensleute sowie europäische Volkslieder und Kompositionen über die Nacht boten eine Reise durch die Welt des Chorgesanges. Das vom Ehrenvorsitzenden Elmar Pfandzelter gestiftete "Bayernlied" als vierstimmiger Männerchorsatz war der krönende Abschluß dieses Liederabends, durch den 2. Vorsitzender Wolfgang Wewior die zahlreich gekommenen Besucher mit verbindenden Worten geführt hatte.

 

 

21.Juli 1988

Mit musikalischer Umrahmung durch den Chor wurde als Dokumentation der traditionsreichen Vereinsgeschichte eine Gesamtausstellung aller Vereinsexponate im Heimatmuseum eröffnet. Einem zwanglosen Singen mit befreundeten Chorgemeinschaften am 15. Okt. 1988 war das Freundschaftssingen in den Dreifachturnhallen der Leonhard-Wagner-Schulen gewidmt, das zu einer guten Werbung für die vielfältige Möglichkeiten des Chorgesangs gelang. Mitwirkende waren neben der Liedertafel:

 

Liederhain Langenneufnach

Kolping-Chor Göggingen

Leonhard-Wagner-Schule

Liederkranz Großaitingen

Liederkranz Klosterlechfeld

Sangesfreunde Untermeitingen

Liedertafel Bobingen

 

Krönender Abschluss war ein Gemeinschaftschor aller Beteiligten, den eine von Chorleiter Ludwig Fried zusammengestellte Bläsergruppe begleitete. Harmonisch im Chorgesang vereint beschlossen nahezu 300 Sängerinnen und Sänger diesen weiteren musikalischen Höhepunkt des Jubiläumsjahres vor einem begeistert applaudierenden Publikum.

 

 

18. Dezember 1988

Den Festjahresabschluss bildete das Adventskonzert zugunsten der Renovierung des Kirchturmes in der Stadtpfarrkirche. Zusammen mit dem Kirchenorchester St. Michael, den Gesangssolisten Frau Helga Schuster-Auerbacher (Sopran) und Herrn Wolfgang Wagner (Bass) konnte unser für die Gesamtleitung verantwortlicher Chorleiter Ludwig Fried den zahlreichen Besuchern des Adventskonzertes vorweihnachtliche Freude und eine wohltuend entspannte Stunde der Besinnung schenken. Aus dem Reinerlös konnte der Kirchenverwaltung ein Scheck in Höhe von 1.200,00 DM übergeben werden.

Das Jubiläumsjahr begleitete eine hervorragende Öffentlichkeitsarbeit mit gleichbleibendem Erscheinungsbild über Plakatwerbung und Presseberichterstattung bis hin zur Beilage "Singendes Schwaben"  zur Fachzeitschrift "Lied und Chor", die über das 140jährige Vereinsjubiläum berichtete und im Januar 1989 auf der Titelseite dieser Fachzeitschrift (als bundesweites Pflichtexemplar für alle angeschlossenen Chöre) das Chorportrait der Liedertafel veröffentlichte.

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12. März 1989

In der 140sten Mitgliederversammlung im Hotel Deutschenbaur wurde Ludwig Fried zum

Ehrenchorleiter ernannt.

Die "Wachablösung" bei den nachfolgenden Neuwahlen:

 

1. Chorleiter: Gerhard Meier (bisher Ludwig Fried)

2. Chorleiter: Ludwig Fried (bisher Gerhard Meier)

 

 

 

16. Juli 1989

Im Rahmen der 17 Tage andauernden Festlichkeiten aus Anlass des Ereignisses "200 Jahre Englischer Garten, München" wirkte unser Männerchor am Tag der Laienmusik mit Einzelliedvorträgen vor dem Monopteros-Tempel und bei der Abschlussveranstaltung des Landesverbandes für Singen und Musizieren auf der Werneck-Wiese mit. Chorleiter Gerhard Meier hatte den Chor bestens vorbereitet und konnte mit einem ansprechenden Repertoire nicht nur mit unserem Chor überzeugen, sondern sich auch als souveräner musikalischer Leiter der Männerchöre (Massenchor bei der Abschlussveranstaltung) einen beachtlichen Erfolg und breite Anerkennung bestätigen lassen.

 

 

6. Oktober 1989

In einem Herbstkonzert mit überwiegend neu einstudierten Chorsätzen bestand Chorleiter Gerhard Meier seine "Feuertaufe". Die Pianistin Erika Wenderoth begleitete am Flügel einfühlsam anspruchsvolle Werke von Schubert, Wagner und Verdi. Alles in allem bot die Liedertafel als wichtiger Kulturträger der Stadt ein außergewöhnliches und gut gelungenes Programm, das Chorleiter Gerhard Meier mit seinen ca.50 Sängern eindrucksvoll darbieten konnte.

 

 

Januar 1990 - Dreikönigswanderung  zum Schloss Guggenberg für alle ein unvergesslicher Tag

 

 

 

12. Januar 1991

Der traditionelle "Schwarz-Weiß-Ball" der Liedertafel in der Jahnhalle, war wiederum gut besucht und erfreute sich wegen seiner gepflegten Atmosphäre erkennbar zunehmender Beliebtheit. Der Liedertafelball war 1991 übrigens der einzige Vereinsball, da nach Ausbruch des Golfkrieges landauf, landab alle Faschingsveranstaltungen abgesagt wurden.

 

 

  4. Juli 1991    Singen im Neubaugebiet "Breitlehen"

11. Juli 1991   Singen im Neubaugebiet "Südlich des Krankenhauses"

Einen völlig neuen Weg der Mitgliederwerbung ging die Liedertafel mit einem zwanglosen Singen in Neubaugebieten, mit dem eine Vorstellung des Vereins und eine Einladung zur aktiven Mitwirkung der Besucher verbunden waren. An zwei herrlichen Sommerabenden konnte sich der Chor in der zentral in den Neubaugebieten liegenden Grünanlagen vor einem großen und dankbaren Zuhörerkreis eindrucksvoll darstellen. Gerne nahmen die Gäste im Anschluss an die Darbietungen des Männerchores die Einladung zum gemeinsamen Singen und Musizieren an, das von Chorleiter Gerhard Meier (Akkordeon) und Rolf Reiter (Gitarre) musikalisch begleitet wurde. Durch die Ausgabe kleiner Aufmerksamkeiten und den kostenlosen Ausschank von Wein kamen die Chormitglieder mit den Besuchern bestens ins Gespräch und waren durch Musik und Gesang bis in die späten Abendstunden hinein freundschaftlich verbunden. Mit dieser Werbeaktion konnten zwei neue aktive Mitglieder gewonnen werden. Aus finanzieller Sicht erfreulich war eine spontane Spende eines Besuchers in Höhe von 500,00 DM.

 

 

25. November 1991

Mitwirkung von etwa 15 Sängern der Liedertafel am Oratorium "Die Schöpfung" für Soli, Chor und Orchester von Joseph Haydn in der Stadtpfarrkirche. Unter Chordirektor Andreas Merkelbach wurde dieses hervorragende und gewaltige kirchenmusikalische Werk in deutscher Sprache aufgeführt. Nach zwölf Gemeinschaftschorproben erfolgte eine Aufführung in hochkarätiger Besetzung. Die Presseberichterstattung war voll des Lobes und der Anerkennung für die faszinierende Aufführung. Für alle Mitwirkenden und für die Besucher in den bis auf den letzten Platz besetzten Stadtpfarrkirche wurde Haydns Werk zu einem unvergessenen Erlebnis.

 

 

19. Dezember 1991

Letzte Chorprobe im Vereinsjahr 1991. Im Rahmen dieser Chorprobe spendete die Wirtin Martina Fendt wieder ein Jahresabschlussessen für die Sänger. Chorleiter Gerhard Meier wurde an diesem Abend eine besondere Ehrung und Feierstunde zuteil. Er erhielt die vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst ausgefertigte Urkunde, die ihm das Zertifikat "Staatlich anerkannter Chorleiter im Laienmusizieren" verleiht. In Anwesenheit der Presse, die ausführlich über diese Auszeichnung berichtet, wurde die Urkunde vom Vorsitzenden des Augsburger Sängerkreises, Herrn Helmut Krämling, unter dem anerkennenden Beifall der Sänger für ihren Chrleiter, überreicht. In der anschließenden Laudatio zeigte sich Vorstand Reiner stolz darüber, dass es ihm auf schnelle Initative gelungen sei, die bis dahin nur ganz selten verliehene Auszeichnung für Gerhard Meier sicherzustellen.

 

 

22. Dezember 1991

Unter dem Motto "Männer singen zur Weihnacht" sang der Chor der Liedertafel unter engagierter musikalischer Leitung von Gerhard Meier in der Frauenkirche Schwabmünchen "ein Lied der Nächstenliebe". Mit überleitenden Texten (Sprecher: Redakteur Siegfried Hasler) konnten die Besucher in einer besinnlichen Stunde auf das unmittelbar bevorstehende Weihnachtsfest "eingestimmt" werden. Aus Eintrittsgeldern und freiwilligen Spenden war es möglich, an die Kartei der Not  (Bürgerhilfswerk der Augsburger Allgemeinen) zugunsten unschuldig in Not geratender Mitbürgerinnen und Mitbürger eine Spende in Höhe von 1.000,00 DM zu übergeben.

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9. Februar 1992

"Tag der offenen Tür" in der neu erbauten und wenige Tage zuvor festlich eingeweihten Stadthalle. Der Chor der Liedertafel stellte sich im Reigen der örtlichen Vereine mit  musikalischen Darbietungen vor. Bei frühlingshaftem Wetter war der Andrang so groß, dass die Stadthalle zeitweise geschlossen werden musste.

 

 

20. Februar 1992

Die Liedertafel trauerte um ihren Ehrenchorleiter Ludwig Fried. Im Rahmen der Chorprobe fand das Gedenken an die Persönlichkeit und die großen Verdienste des langjährigen Chorleiters der Liedertafel statt. Am folgendenTag wurde dem Verstorbenen ein Rosenkranz in der Krankenhauskapelle gewidmet. Der Nachruf in der Presse und ein Gedenkblatt zeugen von aufrichtiger Anteilnahme und mitfühlender Verbundenheit. Mit einem Grablied und dem Ehrengeleit durch die Standarte verabschiedeten sich die Sänger am 25.2.1992 in tief empfundener Trauer von ihrem "Ludwig". Die zu Ende gebrachte Partitur und der aus der Hand gelegte Dirigentenstab auf dem mit Trauerflor geschmückten Notenständer waren an seiner Seite in der Aussegnungshalle als schlichte  Zeichen seiner Liebe zur Musik und zum Chorgesang aufgestellt - symbolische Zeichen seiner Sangesfreude, die ihm Wegbegleiter zu den himmlischen Chören sein sollten. Mit seinem verdienten Chorleiter wird die Liedertafel stets ein ehrendes Gedenken verbinden.

 

 

26. bis 28. Juni 1992

"Europatage der Musik" in Schwabmünchen im Rahmen des 70jährigen Vereinsjubiläums des Zithervereins Schwabmünchen. Der Landesverband Singen und Musizieren sowie der Zither- und Volksmusik-Landesverband Bayern e.V. im Bayerischen Musikrat waren Hauptträger der Veranstaltung.

Die Liedertafel absolvierte am 25.6.1992 bereits Probeaufnahmen für den Bayerischen Rundfunk. Am 27.6.1992 beteiligte sich der Chor beim öffentlichen Singen vor dem alten Rathaus. Unvergessen für alle Mitwirkenden war das große Festkonzert am Samstagabend in der Stadthalle, das vom Bayer. Rundfunk aufgezeichnet und in mehreren Sendereihen übertragen wurde.

 

 

16. Juli 1992

Singen im Stadtzentrum. Ihren neuen Weg der Mitgliederwerbung führte die Liedertafel mit einem zwanglosen Singen nördlich der Stadtpfarrkirche am Stadtbrunnen fort. An einem herrlichen Sommerabend konnte sich der Chor diesmal im Stadtzentrum vor einem großen und dankbaren Zuhörerkreis eindrucksvoll darstellen. Gerne nahmen die Gäste im Anschluss an die Darbietungen des Männerchores die Einladung zum gemeinsamen Singen und Musizieren an. Mit dieser Werbeaktion konnten acht neue Mitglieder gewonnen werden und viele Besucher werden sich angesprochen gefühlt haben, künftig Konzerte oder Liederabende zu besuchen.

 

 

 

 

20. Sept. 1992

Familien-Radltour über Schloss Guggenberg nach Reinhartshofen. Beim Aufenthalt an der Justinakapelle sang der Chor. Gelegenheit zum Mittagessen bestand beim Gasthof Donderer, bevor die zahlreich teilnehmenden Ausflügler heimradelten. Kommentar der Beteiligten: "Veranstaltung verlangt nach Wiederholung". Sie sollten Recht behalten, denn mittlerweile gehört die Radltour zum festen Programmpunkt im Liedertafel-Jahrskalender. Dank an Vergnügungswart Hermann Kraus.

 

 

31. Oktober 1992

130 Jahre Chorverband Bayerisch Schwaben.

Ein musikalisches Glanzlicht ließ der Chorverband Bayerisch Schwaben (CBS) mit einem Festkonzert zu seinem 130jährigen Jubiläum in der Stadthalle Schwabmünchen aufleuchten. Neben dem CBS-Jazz-Vokalensemble, dem Kinderchor der Hauptschule Augsburg-Hochzoll, dem Männerchor Bäumenheim, der Chorgemeinschaft Kissing und dem Philharmonischen Chor Augsburg durfte auch die Liedertafel als gastgebender Chor mitwirken, dem vertrauensvoll die Ausrichtung dieses bayerisch-schwaben umfassenden Ereignisses übertragen wurde.

Unter dem Motto "So schön ist Chormusik" entfaltete sich vor dem aufmerksamen Publikum - höchst sachkundig und humorvoll von Bundeschorleiter Franz R. Miller durch`s Programm geführt - die ganze Bandbreite, den Chorgesang zu bieten vermag. Den glänzenden Schlusspunkt des Konzertes setzte der Philharmonische Chor mit Carl Orff`s "Carmina Burana". Für die Sorge um die organistorische Vorbereitung und den reibungslosen Ablauf des Festkonzertes durften die "Liedertäfler" ein dickes Lob entgegennehmen.

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23. Januar 1993

Liedertafelball erstmals in der neuen Stadthalle am Breitweg. Der traditionelle "Schwarz-Weiß-Ball" erfreut sich wegen seiner gepflegten Atmosphäre weiter zunehmender Beliebtheit. Zur Eröffnung des festlichen Balles wurde eine "Francaise" aufgeführt, einstudiert für 10 Tanzpaare von Frau Zita Mailänder. Francaise und Tanzkärtchen waren nostalgische Erinnerungen aus der Vereinsgeschichte der 145jährigen Liedertafel.

 

 

Ein Tanzkärtchen zur Erinnerung für jeden Ballbesucher

 

22. Februar 1993

Chorleiter Gerhard Meier und Vorstand Alfred Reiner erhalten in Anerkennung um den schwäbischen Humor von der Schwabmünchner Allgemeinen den Titel einer "Schwäbischen Ulknudel" verliehen. In den folgenen Jahren durften auch die Sangesfreunde Rudolf Schrodi, Rolf Reiter und Vergnügungswart Hermann Kraus diese Auszeichnung entgegennehmen.

 

20. März 1993

Musikalische Ausgestaltung, organisatorische Vorbereitung und Begleitung des 96. Sängertages (Jahreshauptversammlung) des Augsburger Sängerkreises in Schwabmünchen - als Reverenz zum "halbrunden Jubiläum".

 

19. Juni 1993

Mittelpunkt war das Jubiläumskonzert "145 Jahre Liedertafel Schwabmünchen" in der Stadthalle Schwabmünchen, bei dem das Volkslied in harmonischer Vielfalt und abwechslungsreich die musikalische Palette bis hin zur modernen Chormusik präsentiert wurde. Zusammen mit der Liedertafel gestalteten der Liederhain Langenneufnach, der Kolping-Chor Göggingen mit den Kolping-Singers, der Frauenchor des Frauenbundes Schwabmünchen sowie der Oberstufenchor der Leonhard-Wagner-Schule. Der Gemeinschaftschor "Die Gedanken sind frei" rundete das gut besuchte Festkonzert ab.

 

 

27. Juni 1993

Mitwirkung bei der Rundfunksendung "Grüße aus Schwabmünchen". Live wurde aus der Stadthalle Schwabmünchen mit Franz Messner vom Bayerischen Rundfunkt im 2. Hörfunkprogramm von 8.00 bis 9.00 Uhr übertragen.

 

24. Juli 1993

Das inzwischen zum achten Male am Kraus-Weiher durchgeführte Grillfest war wieder ein voller Erfolg. Vergnügungswart Hermann Kraus, der mit seinen fleißigen Helfern wieder auf`s Beste bis in die späte Nacht hinein für das leibliche Wohl der Grillfestbesucher sorgte, sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

 

2. September 1993

Eröffnung einer Ausstellung "145 Jahre Liedertafel Schwabmünchen" im Heimatmuseum. Insbesondere Chorsätze aus dem etwa 350 Werke umfassenden Altnotenmaterial, das Sangesfreund Thomas Garner in mühevoller Kleinarbeit und mit viel Opfer der Freizeit geordnet und archiviert hat, wurden öffentlich ausgestellt. Aber auch besondere Vereinsexponate, die dem Verein seit 1988 wieder zugänglich sind (Silberpokal der Familie Schlögel, Krüglein und Schubert-Portraits von der Familie Schuler und Dankurkunde  Eugen Lechner von der Familie Berz) waren interessante Ausstellungsstücke zum Jubiläum. An der Vorbereitung der Ausstellung waren insbesondere Chorleiter Gerhard Meier und Schriftführer Arno Schwab maßgeblich beteiligt.

 

16. Oktober 1993

Beim Chorfest der Gruppe West im Augsburger Sängerkreis in Zusmarshausen wurden Liedbeiträge unseres Chores von Martina Huber am Klavier begleitet. Mit der Veranstaltung, die Wolfgang Wewior als Gruppenvorsitzender organisierte, ging der Augsburger Sängerkreis erstmals einen neuen Weg der Zusammenarbeit in musikalischer und geselliger Art.

 

28. November 1993

Eine Gemeinschaftsleistung der auf musikalischem Gebiet tätigen Vereine und Gruppen war der erste "Schwabmünchner Advent", den Initiator Walter Heckl ins Leben gerufen hat.

Aus dem Erlös der Veranstaltung konnten 2.500,00 DM  für soziale Zwecke gespendet und eine Rücklage für Wiederholung im Jahre 1994 gebildet werden.

In der Folge wurde diese besinnliche Hinführung an die Advents- und Weihnachtszeit zum alljährlichen guten Bestandteil sowohl des Schwabmünchner Veranstaltungskalenders als auch im Jahreskreis der Liedertafel.

 

19. Dezember 1993

Unter dem Motto "Einstimmung auf Weihnachten" veranstaltete die Liedertafel ein Weihnachtskonzert in der Frauenkirche zusammen mit dem Bläserquintett der Musikvagabunden. Gedanken zur Advents- und Weihnachtszeit sprach Elmar Pfandzelter. Unter der Krippendarstellung am Hochaltar der Frauenkirche wurden Besinnlichkeit in Wort und Ton vermittelt, die Besucher harmonisch auf das Weihnachtsfest eingestimmt.

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7. Mai 1994

Teilnahme am Leistungssingen des Chorverbandes Bayerisch-Schwaben (CBS) in der Schulturnhalle in Langenneufnach. Unter Chorleiter Gerhard Meier brachte der Chor mit musikalischer Begleitung am Klavier durch Frau Martina Huber die Chorsätze "Gürtel und Tüchlein" (Isakor Gotovac) und "Das alte Karussell" (Franz R.Miller) zum Vortrag. Die Bewertung fiel überwiegend gut aus, enthielt jedoch auch einige Hinweise zur Verbesserung.

 

3. Juli 1994

Mitgestaltung des Festprogrammes "125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schwabmünchen".

Die Liedertafel umrahmte den Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche u. a. mit der "Federl-Messe" und reihte sich beim Festumzug mit einem liebevoll gestalteten Festwagen, begleitet von ca. 35 Sängern, in die Gratulantenschar ein.

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24. März 1996

Musikalische Ausgestaltung des Sonntags-Gottesdienstes in der Evangelischen Christuskirche Schwabmünchen durch den Chor der Liedertafel als Gedenkmesse für Verstorbene (insbes. die Ehrenmitglieder Paul Härle und Willi Benkowitz).

 

22. September 1996

Mitwirkung beim Festgottesdienst und Kirchenzug, sowie Beteiligung am großen Festumzug (Chorgemeinschaft als Fußgruppe mit geschmücktem Oldtimer von Sangesfreund Benedikt Kugelmann und Standarte) zum 75sten Vereinsjubiläum des Heimat- und Volkstrachtenvereins "Alpengruß" Schwabmünchen. (zugleich 68. Gautrachtenfest).

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30. September 1997

Vorstand Alfred Reiner wird eine hohe Auszeichnung zuteil. Im Rahmen einer Feierstunde im Landratsamt Augsburg überreichte Landrat Dr. Karl Vogele und Schwabmünchens Bürgermeister Hans-Joachim Neumann "Urkunde und Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten (Dr. Edmund Stoiber) für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männer". Der Laudatio im Landratsamt schließen sich Glückwünsche der Sangesfreunde in der Chorprobe am Donnerstag, den 02.10.1997, an. Veröffentlichungen in der lokalen Presse und im Bayer. Staatsanzeiger begleiteten das Ereignis.

 

 

11. Dezember 1997

Nach mehrjähriger Pause: Adventssingen in der Frauenkirche Schwabmünchen.

Eine Stunde der Ruhe und des Friedens vermittelten der Chor der Liedertafel (Gerhard Meier), die Zithergruppe des Zithervereins (Hartmut Lerche) und Chorregent Rieff an der Orgel in der bis auf den letzten Platz besetzten Frauenkirche. Besinnliche Worte in Geschichten und Versen trug der Ehrenvorsitzende der Liedertafel, Altbürgermeister Elmar Pfandzelter, vor. Beteiligt waren noch der Frauen-Dreigesang des Zithervereins (Stubenmusik) und Johannes Schaumann (Rezitativ). Die Gesamtleitung hatte Chorleiter Gerhard Meier. Der Erlös der Veranstaltung in Höhe von 1.100,00 DM konnte an Stadtpfarrer Frank Faulhaber als Beitrag für die Beschaffung der neuen Kirchenorgel in der Stadtpfarrkirche "St. Michael" übergeben werden.

 

 

31. Dezember 1997 - 1. Januar 1998

Mit einer großen festlichen Silvestergala in der Stadthalle Schwabmünchen wurden die außergewöhnlichen Ereignisse

   -   Ausklang: "100 Jahre Augsburger Sängerkreis und

   -   Beginn:     "150 Jahre Liedertafel Schwabmünchen"

 

gefeiert. Musik,Show und Gesangseinlagen, internationale lukullische Genüsse und ein großes Feuerwerk zum Jahreswechsel machten die gesellige Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis, schrieb die örtliche Presse und bestätigte der Liedertafel einen Riesenerfolg.

 

Die Silvestergala als Startschuss ins Jubiläumsjahr setzt gleichzeitig den Schlusspunkt unter den Rückblick auf eine bewegte und wechselvolle Vereinsgeschichte. 

 

 

 

 

 

 

 

 

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